10 häufige Fehler bei neuen WordPress Blogs und wie du sie behebst

WordPress StartDie Einrichtung eines eigenen Blogs ist dank CRM-Systemen wie WordPress denkbar einfach geworden. Es werden praktisch null Programmierkenntnisse benötigt, um eine tolle Seite zu starten.

Dennoch sind bei der Einrichtung und beim Betreiben des Blogs einige grundlegende Dinge zu beachten, die sich auf die Nutzerfreundlichkeit, Ladezeiten und Erreichbarkeit der Seite auswirken. Glaube mir, ich habe jeden der Fehler mehr als einmal gemacht und hoffe, dass dir dieser Beitrag etwas Aufwand erspart.

Ich habe die 5 häufigsten “Anfänger”-Fehler zusammengetragen und will dir zeigen, wie du diese mit ein paar Klicks beheben kannst. Dabei handelt es sich um rein technische Einstellungen in deinem WordPress Blog, die nicht viel mit dem Design oder den Inhalten deines Blogs zu tun haben.

#1 Falsche Plattform ausgewählt

Es entsteht häufig Verwirrung zwischen dem selbst gehosteten WordPress Blog und WordPress.com. Bei letzterem handelt es sich um eine kostenlose, abgespeckte Version, die auf den Servern von WordPress gehostet wird. Bei dieser Variante lautet die URL meinblog.wordpress.com und es können keine Plugins installiert oder Änderungen am Design vorgenommen werden.

Wer mehr als nur ein persönliches Online-Tagebuch haben möchte, der muss sich eine Domain kaufen, einen Hosting-Anbieter suchen und dort WordPress installieren (Kosten ca. 5 Euro/monatlich). Ich benutze dafür Strato (Affiliate-Link), die eine All-in-One Lösung anbieten – Domain, Hosting und 1-Klick WordPress Installation – und kann den Service nur wärmstens empfehlen. 

#2 Keine automatischen Backups erstellt

WordPress Plugin für Backup

Automatische Backups mit dem Plugin WPB2D

Das ist wahrscheinlich das letzte, woran du am Anfang denkst, aber es ist einfach unverzichtbar. Ein dummer Fehler, technisches Versagen oder sonstige Umstände können dazu führen, dass Teile deiner mühsamen Arbeit an deinem Blog für immer verloren sind. Die Installation eines einfachen Plugins wie “Wordpress Backup to Dropbox (WPB2D)” oder “BackWPup” reicht vollkommen aus. Es wird einmal eingerichtet und erstellt dann täglich, wöchentlich oder monatlich automatische Backups.

#3 Kein Caching Plugin installiert

Um hier nicht zu technisch zu werden, Caching sorgt dafür, dass Inhalte die von einem Besucher bereits einmal aufgerufen wurden, gespeichert und damit nicht neu geladen werden müssen. Alles was du wissen musst ist, dass die Ladezeiten deiner Seite durch Caching drastisch verringert werden. Das ist nicht nur für menschliche Besucher wichtig, sondern spielt auch für Googles Algorithmus eine zunehmende Rolle. Ich benutze das Plugin “W3 Total Cache”, das einfach zu verwenden ist und bisher sehr gute Dienste geleistet hat.

#4 Voreingestelltes Favicon verwendet

Favicons sind die kleinen Bildchen, die neben dem Titel deiner Seite in den Tabs der Browser erscheinen. Die meisten Hosting Anbieter haben Standard-Favicons, die ich bei Blogs immer wieder sehen kann. Das wirkt etwas leidenschaftslos und vergibt die Möglichkeit, deinem Blog einen höheren Wiedererkennungswert zu geben.

Zur Erstellung eines Favicons gibt es kostenlose Favicon Generatoren wie favicon.cc. Dort lädst du ein bestehendes Bild hoch und es wird in ein kleines Favicon umgewandelt. Viele WordPress Themes haben die Option, das kleine Bildchen direkt einzubinden. Wenn dies nicht der Fall ist, dann das Favicon als neue Datei in den Medien hinzufügen und das folgende Snippet vor dem </head> Tag in der Kopfzeile deines Themes einbinden (Design -> Editor -> Header): <link rel=”shortcut icon” href=”http://meinblog/wp-content/uploads/2013/10/favicon.ico” />. Der kursiv gedruckte Teil muss natürlich ausgetauscht werden.

#5 Beispielseite und -artikel nicht gelöscht

Wie du auf dem Bild unten siehst, haben fast 30.000 Blogs die Beispielseite nicht gelöscht (sogar über 60.000 Seiten haben den Standard-Artikel noch). Das mag vielleicht kein Drama sein aber es ist absolut unnötig die Demo-Seite und -Artikel zu behalten. Du kannst sie einfach umschreiben und als neue Seite bzw. Artikel nutzen oder ab in den Papierkorb damit. 

Wordpress Beispielseite

Bei fast 30.000 Blogs ist die Standard-Beispielseite immer noch indexiert

#6 SEO nicht von Anfang an umgesetzt

Das Thema Suchmaschinenoptimierung für WordPress Blogs verdient eigentlich einen eigenen Blogartikel. In aller Kürze aber nur soviel: betreibe von Anfang an grundlegendes On-Page SEO, um dir später die Arbeit zu ersparen, durch jeden einzelnen Artikel zu gehen und dies nachzuholen.

Erster Schritt: ändere den Titel und die Tagline deines Blogs (Einstellungen -> Allgemein). Zweiter Schritt” Installiere ein SEO Plugin. Meine Empfehlung ist “WordPress SEO by Yoast”. Dieses Plugin fügt unter dem Editor für neue Artikel und Seiten eine Box hinzu, in der du zumindest den Titel und eine Kurzbeschreibung für neue Inhalte angeben solltest. Dritter Schritt: Füge deinen Bildern und Links Alt-Texte hinzu. Das sorgt dafür, dass Suchmaschinen und Besucher wissen, was sich hinter dem Bild oder Link verbirgt und hilft beim Ranking.

#7 Einstellungen für Permalinks nicht geändert

Die voreingestellten Links für neue Artikel sehen in etwa so aus: meinbog.de/?p=67. Um die kryptischen URLs gegen, sowohl für Suchmaschinen als auch menschliche Besucher, lesbare Links auszutauschen, gehst du in die Einstellungen -> Permalinks und änderst diese am besten auf “Beitragsname”. Du kannst die URL später auch für jeden neuen Beitrag unter dem Titel individuell anpassen.

Einstellungen für Permalinks in WordPress

Verständliche Permalinks helfen Suchmaschinen und menschlichen Besuchern

#8 Analytics Code nicht eingebaut

Wie viele Besucher hat dein Blog, wo kommen diese her und welche Seiten sind am beliebtesten? Um deinen Blog systematisch zu verbessern, musst du diese Kennzahlen wissen. Deshalb solltest du von Anfang an Analytics nutzen. Am gebräuchlichsten ist der kostenlose Dienst von Google Analytics. Einfach ein Konto erstellen und den Analytics Code zu deinem WordPress Blog hinzufügen.

#9 Dateigröße von hochgeladenen Bildern zu groß

Bilder können nicht nur zur Veranschaulichung dienen, sondern machen deinen Blog auch ansehnlicher. Wenn die hochgeladenen Bilder jedoch eine Größe von mehreren MB haben, dann erhöht das die Ladezeit deiner Seite enorm. Die Bilder sollten nur so groß sein, wie sie auf der Seite letztendlich auch angezeigt werden. Das ist normalerweise eine maximale Breite von 600 – 1.000 Pixel und nicht mehr als 100 KB. 

#10 Vorgeschriebene Texte von Words kopiert

Viele von uns sind wahrscheinlich daran gewöhnt, alle Schreibarbeiten in Words durchzuführen. Das Problem beim Kopieren von vorgeschriebenen Texten aus Words ist, dass eine ganze Menge Formatierungen mit in den WordPress Artikel übernommen werden. Um das zu verhindern, solltest du entweder direkt in WordPress oder einem einfachen Text-Editor schreiben, der ohne Formatierungen auskommt.

Weitere hilfreiche Artikel für WordPress Beginner:

Ich hoffe diese Übersicht hilft dir dabei, die gröbsten Fehler beim Start deines Blogs zu vermeiden und erspart dir damit Zeit und Frustration. Auch wenn du diese Probleme alle abgestellt hast, ist es unerlässlich immer am Ball zu bleiben und sich weiter zu belesen. Die Online-Welt und besonders die Entwicklungen um WordPress herum bringen ständig neue Funktionen und Herausforderungen mit sich, die es zu beachten gilt.

Wenn du selbst einen dieser Fehler gemacht hast oder vielleicht ein typisches Problem für WordPress Neulinge vermisst, dann würde ich mich über einen Kommentar freuen. Ansonsten wünsche ich dir gutes Gelingen und ein weitgehend problemfreies Bloggen.

Titelbild: 123rf.com

Comments on this entry are closed.

  • Pauli 30. Oktober 2013

    vielen Dank für die Tolle Auflistung ! Ich bin für solche Post immer sehr dankbar, denn alles kann man bei einem Blog einfach nicht selbst bedenken.
    Ich hatte zum Glück schon alles gemacht – bis auf das Back up. Was wohl mit das Wichtigste sein sollte. 🙂 Das werde ich jetzt ganz schnell nachholen.
    Viele Grüße, Pauli

  • online umfrage 31. Oktober 2013

    Sehr interessantes Blog

  • Sven Schindler 1. November 2013

    Ein guter Artikel, obwohl ein, zwei Punkt ein wenig anders sehe:

    1. Ein Caching-Plugin ist nicht zwingend notwendig, ich habe es über die .htaccess gelöst. Jedes Plugin verlangsamt den Blog auch wieder. Wichtiger ist aber das überhaupt gecacht wird.

    2. Man kann seine Artikel in Word schreiben, mittlerweile formatiert WordPress diese selbständig um. Alternativ kann die Funktion “Aus Word einfügen” genutzt werden.

    Aber in allen anderen Punkten gebe ich dir vollkommen recht. Vor allem den Einsatz von dem Plugin WordPress SEO by Yoast ist sehr zu empfehlen. Alles in einem 🙂

    Gruß Sven

    • Sebastian Kühn 4. November 2013

      Hallo Sven,

      danke für die Bemerkungen. Wenn du das Caching über die .htaccess lösen ist dies natürlich optimal. Für die meisten Beginner ist dies wahrscheinlich die kompliziertere Lösung.

      In dem 2. Punkt gebe ich dir vollkommen Recht. Es kann problemlos über die “Aus Word einfügen Funktion” kopiert werden. Ich denke aber, dass es gut ist sich von Anfang an mit dem WordPress Editor anzufreunden. Das spart Zeit und ermöglicht die sofortige Vorschau von Beiträgen.

      LG, Sebastian

  • Danosch 4. Dezember 2013

    Mittlerweile ist es glaube ich sogar möglich von Word aus direkt auf Wordpress und anderen Blogsystemen zu posten. Ausprobiert habe ich das allerdings noch nicht.

    Ich nutze Word meistens nur für eine abschließende Rechtschreibkontrolle.

    Das Plugin von Yoast ist natürlich echt super. Nutze das auch auf jeder meiner Seiten.

  • Marco 12. Februar 2015

    Hallo,

    ich werde mir das Cache Plugin demnächst installieren. Wenn ich von Word auf meinen Blog kopiere, sind recht wenige Code Probleme vorhanden. Bei Open Office siehts hingegen übel aus. Werde die Empfehlung mit dem Standard Text Editor versuchen.

    LG
    Marco
    p.s. finde Deine neue Seite super!