Wichtige Hinweise zur Auswahl der Domain

Den Markt und die passenden Keywords für unser Internet Business sind gefunden. Die richtige Plattform für die Website wurde auch ausgewählt (warum ich persönlich immer einen Blog anstelle einer statischen Website vorziehe, habe ich im letzten Beitrag begründet). Die nächsten Schritte, zum Aufbau eines profitablen Internet Business, bestehen nun in der Auswahl und Registrierung der Domain. Danach muss der Hostinganbieter gewählt und der Blog eingerichtet werden. Aber eins nach dem anderen. In diesem Artikel möchte ich meine Tipps zur Auswahl einer Domain teilen.

Was ist eine Domain?

Domain Name? Top-Level-Domain? DNS? Alles Dinge, die Verwirrung auslösen? Eigentlich ist die Erklärung und der Zusammenhang zwischen den Begriffen denkbar einfach. DNS steht für Domain-Server-System und hat die Aufgabe, numerische IP-Adressen in leicht merkbare Namen umzuwandeln. Das Prinzip kann mit dem Telefonbuch verglichen werden, in dem ebenfalls Nummern (Vorwahl, Telefonnummer und Durchwahl), Personen oder Organisationen zugeordnet werden.

Der Domain Name, der von der DNS übersetzt wurde, ist eine Methode zur Adressierung von Websites und besteht grundlegend aus drei Teilen: dem Serverdienst, dem individuellen Namen der Website und einer Top-Level-Domain. Es gibt die Möglichkeit weitere Sub-Domains zu verwenden, was aber für den Anfang außen vorgelassen werden kann. Die Top-Level-Domain (TLD) ist die oberste Stufe einer Internetadresse und kann allgemein oder länderspezifisch sein. Der TLD folgen weitere Sub-Domains, die vom DNS von rechts nach links gelesen werden. Der Serverdienst weist darauf hin, welcher Dienst in Anspruch genommen wird, z.B. www für den Webserver oder mail für de E-Mail-Server.  Zwischen der TLD und dem Serverdienst befindet sich die Second-Level-Domain. Das ist der Name, welcher von uns frei gewählt und gekauft werden kann, sofern er noch verfügbar ist. Um diesen geht es uns also hier.

Aufbau einer Domain

Wie wähle ich den Domain-Namen?

Im Grunde gibt es zwei Herangehensweisen bei der Auswahl der Domain. Entweder die Verwendung des Hauptkeywords oder die Verwendung eines fiktiven Namens (bzw. Benutzung des eigenen Namens). Abhängig ist die Entscheidung von dem Zweck, den die Website erfüllen soll. Ist es eine Nischenseite, die darauf abzielt möglichst schnell hohe Google Positionierungen zu erreichen, oder eine Marke die langfristig aufgebaut wird?

Aus SEO Sicht sollte einfach das Hauptkeyword als Domain-Name verwendet werden. Eine sogenannte Exact-Match-Domain, die einen bedeutenden Rankingfaktor für die Google Suchergebnisse darstellt. Ein Update im Algorithmus von Google bewertet diese Exakt-Match-Domains seit September 2012 teilweise negativ, sollte es sich um eine Website mit niedriger Qualität handeln. Bei gutem Content ist die Exakt-Match-Domain aber nach wie vor von grossem Vorteil.

Wenn mein Keyword “Buch schreiben” lautet, dann versuche ich natürlich die Domain “buchschreiben.de” zu registrieren. Zur Überprüfung von freien Domain-Namen kann dieses Tool genutzt werden: checkdomain.de. In meinem Fall ist die Domain schon vergeben, also muss ich mich nach keywordreichen Alternativen umschauen. Für mein Beispiel könnte das “schreibenbuch”, “einbuchschreiben”, “ebuchschreiben” oder ähnliches sein. Mit jeder Modifikation die hinzugefügt wird verringert sich jedoch die Dichte der Keywords. Eine andere Möglichkeit besteht darin, auf andere Top-Level-Domains, wie .com, .net oder .org, auszuweichen. Allerdings bevorzugen Suchmaschinen die heimischen TLD’s.

Die richtige Wahl der Domain kann schwierig sein

Die Alternative zur Verwendung von Keywords kann der Aufbau einer eigenen Marke sein, z.B. der eigene Name oder eine fiktive Kreation (z.B. Google, Amazon). Nachteilig dabei ist, dass Leute nicht sofort wissen, um was sich die Website dreht und der potenzielle SEO Vorteil verloren geht. Bei einem langfristigen, geschickten Aufbau einer Marke muss das natürlich nicht bedeuten, dass es eine keywordlose Domain nicht auch in die Top-Suchergebnisse schafft.

Tipps zur Auswahl der Domain:

  • Namensrechte von Unternehmen, Marken und Prominenten beachten und nicht, oder nur nach schriftlicher Genehmigung, in der Domain benutzen
  • Je kürzer der Name der Domain ist, desto einfacher ist es für andere, sich daran zu erinnern und desto niedriger die Gefahr des Vertippens bei der Direkteingabe (die Domain geldverdieneniminternetblog.de ist nicht das beste Beispiel hierfür, deshalb habe ich zusätzlich die Domain gviib.de gekauft und eine Weiterleitung eingerichtet)
  • Keine Nummern verwenden, da diese Verwirrungen auslösen können, ob es sich denn um das ausgeschriebene Wort oder die Zahl handelt
  • Den Namen der Domain selbsterklärend auswählen und Besucher sofort wissen lassen, um was es auf der Seite geht
  • Möglichst keine Bindestriche, Unterstriche oder ähnliche Sonderzeichen benutzen
  • Modifikatoren, wie “mein”, “e” oder “online”, vor und hinter Keywords verwenden, wenn die Domain bereits belegt ist
  • Verwechslungsgefahr und Tippfehler ausschliessen (z.B. “Stadt” – “statt”, “ebook” – “ibook”)
  • Verwendung der Top-Level-Domain des Heimatlandes oder -marktes
  • Wenn möglich auch die internationalen Top-Level-Domains .com, .net und .org, als Ergänzung zur heimischen Domain kaufen
  • Zusätzliche Top-Level-Domains, wie .info, .eu, .tv oder ähnliches, vermeiden, insofern es nicht von absolutem Vorteil ist
  • Das wichtigste: Der Domain-Name muss Sinn machen und sollte in erster Linie anziehend auf menschliche Besucher wirken, erst dann auf Suchmaschinen

Die aufgelisteten Hinweise sind sehr allgemein und Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Am Ende sollte der ausgewählte Name einfach sinnvoll sein (für Suchmaschinen sowie Menschen) und attraktiv klingen. Beispielsweise bin ich mir bewusst, dass der Name meiner Domain geldverdieneniminternetblog.de abschreckend auf einige Besucher wirkt, da es zu viele Negativbeispiele zu diesem Thema gibt. Dennoch habe ich mich für den Namen entschieden, um direkt klarzumachen, worum es auf dieser Seite geht. Zusätzlich will ich natürlich auch gerne von den SEO Vorteilen profitieren 😉

Im nächsten Artikel werde ich darauf eingehen, wie wir die Domain letztendlich registrieren, den Hostinganbieter auswählen und die Website einrichten. Bis dahin würde ich mich über Kommentare freuen und wünsche alles Gute.

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  • Marc 14. November 2012

    Vielen Dank für die Tipps. Ich finde noch wichtig, bei der Überlegung von fiktiven Domain-Kreationen, vorher zu schauen, das dieser Name nicht schon in irgendeiner Weise existiert und man sich dadurch äger ins Haus holt.
    Wenn man das Ziel hat, mit seiner Internetseite auch Geld zu verdienen, sollte man sich auf jedenfall eine kostenpflichtige Domain zulegen. Es kostet zwar ein paar Euros im Monat, aber es wirkt auf den Besucher und potentiellen Käufer viel seriöser.

    • Sebastian Kühn 14. November 2012

      Hi Marc,
      danke für deine Hinweise. Das Kaufen einer Domain ist natürlich notwendig, vollkommen richtig. Aber die paar Euro im Monat sind es dann auch wert. Eine Domain, die wordpress.??? enthält ist nicht besonders attraktiv und schränkt außerdem die Bearbeitungsmöglichkeiten der Seite stark ein.