Blog oder Website? Meine 10 Gründe für einen Blog!

Wir haben nun unsere Geschäftsidee gefunden und Keyword Research betrieben. Nun ist es an der Zeit, diese in die Tat umzusetzen. Die erste Entscheidung, die getroffen werden muss, lautet: Welches System nutze ich für meine eigene Homepage? Blog oder Website? Oder vielleicht Beides? Ich kann vorab sagen, dass ich ganz klar zur Erstellung eines Blogs tendiere. Welche Gründe ich dafür sehe und worin die Unterschiede liegen, fasst dieser Beitrag zusammen.

Was ist ein Blog?

Was ist ein Blog?

Bedienen wir uns des umfänglichen Wissens von Wikipedia, erfahren wir, dass das Wort Blog aus einer englischen Wortkreuzung zwischen World Wide Web und Logbuch stammt. Also quasi ein Weblog oder Journal, welches online und meist öffentlich geführt wird. Das besondere an einem Blog ist, dass die Einträge in einer fortlaufenden, chronologisch sortierten Liste angezeigt werden.

Ohne jegliche Programmierkenntnisse können regelmässig Beiträge in einem sehr benutzerfreundlichen CMS (Content Management System) geschrieben und veröffentlicht werden. Der Blog (oder das Blog, als sachliche Variante) wurde anfangs überwiegend für private Zwecke eingesetzt, heutzutage aber wird er oft für kommerzielle Zwecke eingesetzt. Blogs dienen als Nachrichtenseiten von Unternehmen und Verlagen oder als Marketingwerkzeug zur externen Kommunikation.

Was ist eine Website?

Die Website ist der Oberbegriff für ein Konstrukt aus mehreren Webseiten und anderen Ressourcen. Das englische Word “site” darf nicht mit der “Seite” verwechselt werden, sondern kann als “Ort oder Platz” übersetzt werden. Eine Website kann also mehrere Webseiten, einen Blog, eine Homepage (eine einzelne Startseite) und andere Dokumente beinhalten. Im Gegensatz zum Blog, besteht die Website in der Regel aus statischen HTML-Dateien, die auf einen Webserver geladen wurden. Meistens wird eine Website einmalig erstellt und danach nur selten aktualisiert.

Blog oder Website – Entscheidend ist der Einsatzzweck

Welches Ziel verfolge ich mit einer Internetpräsenz? Das ist die alles entscheidende Frage, die wir uns vor der Entscheidung für oder gegen eine der Varianten stellen sollten. Wenn wir lediglich eine rein informationsbasierte Darstellung eines Produkts oder Services benötigen, dann kann die Website die richtige Wahl sein. Wenn es aber mein Ziel ist, Leser über einen langen Zeitraum an meinen Inhalten zu beteiligen und diese emotional und persönlich anzusprechen, dann gibt es ein ganz klares Votum für den Blog.

Blog oder Website oder Beides?

Eine Website wird im Grunde einmalig erstellt und bleibt als diese für die Ewigkeit bestehen, wenn wir von kleineren Updates, Relaunches oder einem möglichen Zusammenbruchs des Internets einmal absehen. Mit den richtigen Vorkenntnissen in HTML, PHP, CSS und anderen Programmiersprachen ist die individuelle Gestaltung einer Website nahezu unbegrenzt. Die Pflege der Seiten ist dabei mit einem minimalen Aufwand verbunden. Für den Unternehmer, dem es nur darauf ankommt seine Leistungen online zu präsentieren und der keine Zeit hat, ständig neue Beiträge zu erstellen, für den ist wohl die Erstellung einer Website in Betracht zu ziehen.

Die ursprüngliche Idee zur Erstellung eines Blogs hingegen, bedeutet ständige Arbeit und Aktualisierung. Der letztendliche Arbeitsaufwand hängt natürlich auch wieder vom Einsatzzweck ab. Auch ein Blog kann in kurzer Zeit erstellt und nie wieder aktualisiert werden, was aber nicht der eigentlichen Idee des Blogs entspricht. Der klare Vorteil des Blogs liegt in der benutzerfreundlichen Oberfläche. Inhalte können im Grunde ohne jegliche Vorkenntnisse erstellt und verändert werden. Ein Blog bietet heutzutage auch die Möglichkeit den Anschein zu erwecken, dass es sich um eine statische Website handelt (z.B. mit WordPress Differenzierungen zwischen Seiten, Artikeln und Kategorien). Oft können wir nicht auf den ersten Blick sagen, ob es sich um einen reinen Blog oder eine HTML basierte Seite handelt.

Es gibt auch die Variante einen Blog nahtlos in eine statische Website zu integrieren. Das sehen wir oft auf Unternehmensseiten. Die Verknüpfung hat den Vorteil, dass Updates zu Produkten oder anderen Neuigkeiten, mit Bezug auf die Website, in einem Blog verlinkt werden können. Der Nachteil bei dieser Lösung ist ganz klar die nötige Pflege von zwei verschiedenen Plattformen.

Wordpress Screenshot

Screenshot des CMS von WordPress mit der intuitiv zu bedienenden Benutzeroberfläche

Meine 10 Gründe für einen Blog

Jeder mag seine persönlichen Vorlieben für ein System haben. Ein ausgebildeter Programmierer hat sicherlich weitaus mehr Freiheiten, um statische Websites lebendig werden zu lassen. Für jeden der durch HTML & Co. abgeschreckt ist (und ich gehöre dazu), für den ist der Blog empfehlenswert. Bevor ich die ganzen Vorzüge eines Blogs verinnerlicht hatte, habe ich sehr viel Zeit investiert, um mir Grundkenntnisse in Programmiersprachen anzueignen. Auch wenn diese Erfahrung sicher nicht schadet, ist der Aufwand nicht unbedingt nötig, um eine überzeugende Internetpräsenz zu erstellen. Hier sind meine Top 10 Gründe, die für einen Blog sprechen.

1. Benutzerfreundlichkeit -als Nutzer eines Blogs muss ich nichts über Datenbanken oder Programmiersprachen wissen, sondern kann mich voll und ganz auf die Erstellung von Inhalten konzentrieren. Ein Blog ist perfekt für Anfänger, um innerhalb weniger Minuten eine Internetpräsenz zu erstellen und dies über die Zeit zu aktualisieren.

2. Suchmaschinenindizierung – die Robots von Google & Co. besuchen Blogs weitaus häufiger als statische Websites, da sie regelmäßig neuen Content erwarten und die Aktualität sehr hoch bewerten. Außerdem informiert die sogenannte Ping-Funktion eines Blogs, Suchmaschinen umgehend über neu erschienene Artikel.

3. Beziehungsaufbau – durch die Möglichkeiten einen Kommentar zu hinterlassen, Inhalte sehr einfach zu teilen und zu abonnieren, lassen sich Leser wunderbar miteinbeziehen. Dadurch wird er stärkere Kontakt und die aktive Einbindung des Lesers (oder Kunden) gefördert. Kritisches Feedback kann außerdem zur Verbesserung der Inhalte oder der Seite allgemein beitragen.

4. Aktualität – Themen, die gerade aktuell und relevant für unsere Zielgruppe sind, können in einem Blog sofort aufgefasst werden. Es nimmt nur wenige Minuten in Anspruch, seine Meinung oder Hinweise, zu einem aktuellen Vorfall, in einen Beitrag zu fassen.

5. Flexible Anpassung – durch die Verwendung von Templates (Vorlagen) kann das Erscheinungsbild eines Blogs individuell angepasst werden. Natürlich ist eine Website hier flexibler, jedoch nicht ohne Grundlagen in HTML, PHP oder CSS zu beherrschen. Besonders für weit verbreitet Blogging-Plattformen, wie WordPress, existieren eine Vielzahl an Templates und Plugins.

6. Plugins – ohne grosse Vorkenntnisse können wir uns diversen Plugins bedienen. Egal ob wir ein Kontaktformular, Social Sharing Buttons oder ein Tool zur SEO Optimierung in unseren Blog integrieren wollen – für die meisten unserer Bedürfnisse gibt es bereits gute Plugin-Lösungen.

7. Linkaufbau – Die stetig neu geschriebenen Inhalte bringen eine größere Wahrscheinlichkeit mit sich, von anderen Blogs verlinkt zu werden. Das kann, bei gutem Content, zu einem natürlichen Linkbuilding führen und hat sehr positive Auswirkungen auf die Positionierung in Suchmaschinen.

8. Komplettlösungen – es gibt zahlreiche Anbieter, die komplette Fertiglösungen anbieten. Aus einer Hand kann eine Domain gekauft, das Hosting betrieben und eine einfache 1-Klick-Installationen eines CMS durchgeführt werden. Alternativ dazu, können wir uns bei den meisten Blogging-Plattformen völlig kostenlos anmelden. Der Nachteil hier ist, dass wir nicht die volle Kontrolle über unseren Blog haben.

9. Attraktivität für Leser – Websites dienen eher dem Zweck, relativ nüchterne Informationen über ein Unternehmen oder ein Produkt darzustellen. Der Blog hingegen ist dafür ausgelegt, gut lesbare und größtenteils aktuelle Inhalte, auf einer fortlaufenden Basis zu erstellen. Es animiert Besucher also wiederzukommen, um sich über Neuigkeiten zu informieren, was bei einer statischen Website selten der Fall ist.

10. Archivierung – jeder geschrieben Beitrag wird archiviert und kann bestimmten Kategorien und Schlagworten zugeordnet werden. Der veröffentlichte Artikel lässt sich dann jederzeit über die interne Suchfunktion des Blogs finden. Zudem bietet die Kategorisierung eine gute Struktur und leichtere Auffindbarkeit von relevanten Themen, für den einzelnen Leser.

Über die Zukunft des Blogs wurde in letzter Zeit viel geschrieben und diskutiert. Das hat sicher auch seine Berechtigung, da dieses Medium oft zu unseriösen Zwecken missbraucht wird. Was denkst du darüber und warum benutzt du eher eine Website oder einen Blog als Internetpräsenz? Über Meinungen, Anregungen oder kritische Hinweise bin ich sehr dankbar!

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  • koka 23. November 2014

    Hallo Sebastian!

    Vielen Dank für diesen Bl0g!
    Ich habe diesen Link in einer ca. 2 Jahre alten ‘Lesezeichen-Liste’ wieder gefunden, und bin seit paar Tagen verstärkt auf der suche nach genau solchen,
    “EASY-DEUTSCH-HOW-TO-BLOG/HOST/GeldVerdienen -WebSeiten”, wie diese hier.

    Was mich nur erstaunt ist, dass Links die SHARE-Reiter nur
    1 FB-Like / 0 Google+ / & 2Twitter tweets anzeigt,
    der Beitrag allerdings schon aus 2012 stammt.

    Wie auch immer, auch ca vor 1-2 jahren gespeichert,
    und HEUTE ERST WAS DAMIT ANFANGEN KÖNNEN,
    unverhofft kommt oft 😉

    mfg koka
    #skywatchMARL