So funktioniert die Direktvermarktung von Werbebannern

Direktvermarktung von WerbebannernFür die meisten Blogger ist und bleibt Werbung die am besten funktionierende Einnahmequelle. Um Geld mit Internetwerbung zu verdienen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Neben Google AdSense gibt es weitere Werbenetzwerke, die automatisch passende Werbekunden für deinen Blog suchen und einen prozentualen Anteil der Gewinne ausschütten. 

Der Vorteil bei der Direktvermarktung ist jedoch, dass die Einnahmen sehr stabil und unabhängig von Werbenetzwerken sind. Du bestimmst selbst den Preis und hast fixe monatliche Einkünfte, sobald du einen Bannerplatz vermietest. Im Gegensatz zum einfach zu installierenden AdSense ist die Direktvermarktung aufwändiger, dafür behältst du jedoch auch 100% der Einnahmen.

Kommt Direktvermarktung für mich in Frage?

Nicht für jeden Webseitenbetreiber bietet sich der Verkauf von Bannerplätzen an. Einsteiger sollten definitiv erst einmal mit Werbeplattformen wie Google AdSense arbeiten, bei denen die Umsetzung nur wenige Minuten dauert und an keine nennenswerten Voraussetzungen gebunden ist.

Um Flächen für Werbebanner verkaufen zu können, muss die Seite genügend Besucher haben. Die Anzahl hängt ganz und gar von der Branche ab, in der du dich befindest. Beispielsweise lohnt sich für einen Blog über Handys die Direktvermarktung erst bei einigen Zehntausenden Besuchern im Monat, wobei für ein spezielles Thema wie Speedminton weitaus weniger Traffic ausreicht.

Weiterhin ist es wichtig, dass es passende Werbekunden zu deinem Thema gibt. Das sind mittelständische Unternehmen, die ihre Produkte oder Services bei deiner Zielgruppe bewerben können. Ohne den ausreichenden Traffic und potenzielle Käufer von Werbebannern macht die Direktvermarktung wenig Sinn.

Wie verkaufe ich Werbebanner auf meiner Website? 

Der erste Schritt besteht in der Überlegung, wo Werbebanner auf deiner Seite eingebaut werden können und in welchem Format du diese anbieten kannst. Außerdem solltest du eine ungefähre Vorstellungen davon haben, welche Preise du verlangen kannst. Dazu aber später mehr.

Standardgrößen für Werbebanner

Standardgrößen für Werbebanner (Webtrafficnews)

Um Werbekunden zu finden, musst du besonders zu Beginn, selbst auf Unternehmen zugehen. Eine gute Möglichkeit auf seinen Blog aufmerksam zu machen, ist das Schreiben von Artikeln über Produkte oder Unternehmen. Auch das Führen von Interviews bringt dich auf den Schirm von relevanten Unternehmen in deiner Branche.

Ein weitere Anlaufpunkt sind Foren. Viele Internet Marketing Foren haben eine eigene Kategorie, in der Bannerplätze angeboten und nachgefragt werden. Wenn dein Blog eine gewisse Größe erreicht hat, dann kannst du dich etwas zurücklehnen und auf Anfragen von Werbekunden warten. Hilfreich ist dann natürlich eine “Hier Werben”-Seite, auf der Informationen wie Preise, mögliche Formate und Positionen der Werbebanner sowie Besucherzahlen angegeben werden.

Die technische Umsetzung zum Einbau der Werbebanner kann dann über ein Plugin erfolgen. Ich habe bisher nur AdRotate ausprobiert, das hervorragend funktioniert. Damit können Banner sehr individuell an jeder beliebigen Stelle im Blog eingefügt werden. Eine detaillierte Auflistung mit weiteren Plugins zur Einbindung von Bannern findest du auf dem SiN-Blog von Peer Wandiger.

Die Alternative: Marktplätze für Bannerwerbung

Wer nicht selbst nach Werbekunden suchen möchte, der kann sich auch auf Werbenetzwerken für Bannerwerbung umsehen. Dort legst du ein Profil für deine Website an. Für diese bestimmst du dann selbst Preise, Formate und Positionen für einen oder mehrere Banner. Du erhältst dann ein paar Zeilen Code, den du in ein Plugin oder Widget deines Blogs einbaust.

Auf deiner Seite erscheint dann ein Banner, wenn sich ein Werbekunde für dein Angebot interessiert. Nachteil hierbei ist, dass der direkte Kontakt zum Werbenden fehlt und du auch nicht die kompletten Einnahmen behältst. Dafür musst du dich jedoch nicht um die Suche nach Werbekunden, Abrechnungen und sonstige Administration kümmern. In einem kurzen Video von Blogads wird die Grundidee dieser Marktplätze erklärt.

Welche Preise kann ich für Werbeflächen verlangen?

Der Preis, der für einen Werbebanner bezahlt wird, ist abhängig von mehreren Komponenten. Um eine erste Idee zu bekommen, begebe dich einfach mal auf die Suche nach “Hier Werben”-Seiten auf Blogs in deiner Branche. Nicht selten geben andere Blogger ihre Preisvorstellungen dort direkt an. Außerdem kannst du in den angesprochenen Werbenetzwerken nach Referenzen schauen, die mit deinem Blog vergleichbar sind.

Alternativ kannst du einfach für ein paar Wochen testen, wie viel Geld du mit Google AdSense Werbung oder Affiliate Bannern an der gleichen Position verdienst. Auf diese Einnahmen schlägst du noch eine Marge auf und bildest dann den monatlichen Festpreis. Abhängig ist der Preis vor allem von den folgenden Kriterien:

  • Traffic auf deiner Website: Ganz einfach: Je mehr Besucher deine Seite hat, desto mehr Leute sehen den Banner des Werbekunden und dementsprechend kannst du auch höhere Preise verlangen.
  • Größe des Werbebanner: Viele Firmen haben vorgefertigte Werbebanner in Standardgrößen wie 300 x 250 oder 120 x 600 Pixel. Es gilt: Umso auffälliger das Format, umso mehr wird der Werbekunde bezahlen.
  • Position des Werbebanner: Am begehrtesten sind natürlich Bannerplätze im oberen Bereich der Seite, die ohne Scrollen sichtbar sind. Der Reihe nach bringen Banner im Header, im Artikelbereich und der Sidebar das meiste Geld.
  • Weitere Werbung auf der Seite: Reihenweise andere Werbung auf der Seite wirkt abschreckend für Kunden, da sie nicht einer von vielen sein wollen. Viele freie Werbeflächen sind ebenfalls negativ, da dies ein Zeichen für eine schlechte Auftragslage ist und etwas verzweifelt wirkt.
  • Angebot und Nachfrage: Zu Beginn der Direktvermarktung solltest du mit Lockpreisen dafür sorgen, dass du überhaupt Bannerplätze vermietest. Wenn dann andere Werbekunden Schlange stehen, kann der Preis ruhig erhöht werden.

Mit der Direktvermarktung von Bannerwerbung ist es wie mit allen anderen Einnahmequellen – testen, testen, testen. Zu Beginn ist es schwer genügend Werbekunden zu finden und gute Preise auszuhandeln. Wenn dein Blog aber erst einmal eine gute Reputation hat und du Kontakte zu Unternehmen geknüpft hast, ist die Direktvermarktung ein lohnendes Geschäft.

Was sind deine Erfahrung mit der Vermarktung von Bannerplätzen und wie gehst du beim Festlegen des Preises vor? Ich würde mich riesig freuen, deine Meinung dazu zu hören. Alles Gute und viel Erfolg bei deinen Vorhaben!

{ 1 Kommentar… add one }

  • Mike 8. Oktober 2014

    Erstmal danke für die zusammenfassung der möglichkeiten und berechnung.

    ich spiele seid ein paar stunden mit der idee eine eigene Webseite zu gestalten und auf ihr werbungen zu schalten. eine grobe idee wie ich möglichst viele “betrachter” auf die site ziehen kann habe ich auch schon.
    doch “leider” habe ich kein konkretes feld in das ich mich einfügen könnte.
    (also keine bsp: “die schönsten orte der welt” um für TUI oder andere Reiseveranstalter interesannt zu sein oder “Die Wunder des Tees” um Teekanne werbungen auf meine seite zu holen.)

    Meine website zieht (so hoffe ich( mit dieser meiner meinung nach sehr guten idee) ) sehr viele betrachter auf meine homepage. ist dies schon grund genug für zb: Cosmos oder Redbull, werbung auf meiner seite sehen zu wollen? also auch vergütet?

    mal angenommen ich habe nach dem ersten jahr in der woche um die 40-50k besucher auf meiner website, währe das genug? und davon ausgehend, kann man einen preis vorschlagen ohne einen genauen bereich wie oben genannt zu haben? (bsp: TUI und Teekanne)

    Achja und das ganze OHNE die netzwerke die sie schon beschrieben haben?

    würde mich über Ihre rückmeldung sehr freuen.
    (für rechtschreibfehler wird keine haftung übernommen)

    Mfg Mike

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