Geld verdienen mit Google AdSense Werbung (ohne Besucher zu verärgern)

Google AdSenseNachhaltige Werbung auf dem eigenen Blog zu schalten, bedeutet die richtige Balance zwischen wenig störenden, relevanten und gut vergüteten Anzeigen zu finden. Wer seine Besucher nicht vergraulen möchte und dennoch nicht auf Einnahmen aus Internet Werbung verzichten will, sollte die Anzeigen dafür bestmöglich optimieren.

Wer langfristig Geld mit dem eigenen Blog verdienen möchte, der sollte definitiv nicht das Hauptaugenmerk auf Google AdSense legen. Es gibt lukrativere und weniger aufdringliche Möglichkeiten, um Geld im Internet zu verdienen. Aber natürlich kann die Werbung bei genügend Besuchern einen Einkommensstrom darstellen, der nicht zu unterschätzen ist.

Bevor es an die Tipps zur Optimierung der AdSense Anzeigen geht, bleibt natürlich noch anzumerken, dass es auch viele andere Werbenetzwerke und die Direktvermarktung gibt. Besonders für Beginner ist Google AdSense jedoch ideal, da die Einrichtung denkbar einfach ist.

Vom Antrag bis zur ersten Google AdSense Anzeige

Auch wenn die letztendliche Einrichtung eines Google AdSense Kontos ein paar Tage dauert, ist die Einrichtung nicht weiter kompliziert. Falls du noch kein AdSense nutzt, befolge einfach die folgenden Schritte und du kannst bald die erste Anzeige auf deinem Blog schalten. Ansonsten scrolle einfach weiter zu den Tipps zur Optimierung.

  1. Auf Google AdSense entweder mit einem bestehenden Konto (z.B. Gmail) anmelden oder ein neues erstellen (roter “Jetzt anmelden” Button in der rechten oberen Ecke).
  2. Die URL und die primäre Sprache der Website, die hauptsächlich vermarktet werden soll, angeben (es können später auch weitere Seiten hinzugefügt werden).
  3. Anschrift eintragen und Antrag absenden.
  4. Innerhalb einiger Tage prüft Google die Website und schickt eine E-Mail zur Freischaltung.
  5. Nachdem die AGB’s akzeptiert wurden, kann die erste Anmeldung bei Google AdSense erfolgen.
  6. Unter “Meine Anzeigen” einen ersten Anzeigenblock erstellen (die vollständige Überprüfung des Antrags wird erst nach der Implementierung von mindestens einem Anzeigenblock in die Website abgeschlossen).
  7. Den Code für den Anzeigenblock kopieren und an die gewünschte Stelle in der eigenen Website einbauen.
  8. Bis dem Antrag stattgegeben wurde, sind zunächst nur leere Anzeigen auf der Website geschaltet (maximal eine Woche).
  9. Um spätere Auszahlungen zu erhalten, müssen Zahlungsinformationen ergänzt werden. Zur Kontrolle des angegebene Kontos überweist  Google einen Testbetrag, welcher dann eingegeben werden muss. 

Nach der Anmeldung bietet Google eine ganze Reihe an nützlichen Informationen zur Optimierung der Anzeigen. Auch ein Blick in die Richtlinien kann nicht schaden, da Webmaster bei Verstößen gegen diese, rigoros und lebenslang vom AdSense Programm ausgeschlossen werden. Eine gute Einführung zur Oberfläche des Google AdSense Benutzeroberfläche, zeigt das folgende Video.

AdSense Anzeigen für deine Website optimieren

Wie ich eingangs bereits betont habe, geht es darum, die richtige Balance zu finden. Kein Blogger muss sich für die Einbindung von Werbung schämen, jedoch sollte man es sich auch nicht mit seinen Lesern verscherzen. Das richtige Gefühl dafür zu entwickeln, was angemessen und was zuviel ist, und seine Leser ernst zu nehmen, hilft bei der Optimierung der Anzeigen.

Wenn die AdSense Werbung das Haupteinkommen des Blogs darstellt, dann macht es Sinn, das gesamte Layout der Seite gezielt auf Werbung anzupassen. Wenn die Anzeigen nur ein drittes oder viertes Standbein neben anderen Einkommensströmen sind, dann sollte diese wohl eher moderat eingesetzt werden. 

Bei der Einbindung von Anzeigeblöcken, gilt es hauptsächlich zwei Faktoren zu optimieren: Anzahl der Klicks und der Preis pro Klick (CPC). Nur wenn ein Leser die Anzeige wahrnimmt und klickt, verdienst du als Blogger Geld. Um ernsthaft Geld mit den Google AdSense Anzeigen zu verdienen, müssen beide Faktoren bestmöglich angepasst werden, wobei die folgenden Tipps helfen sollen.

Auswahl von Anzeigentyp- und größe

Du kannst dich zwischen Textanzeigen, Link-Blöcken, Display-Anzeigen, Videoanzeigen und Handyanzeigen auswählen (Beispiele für die verschiedenen Formate gibt es hier). Laut den Google Richtlinien dürfen derzeit maximal 3 Link-Blöcke und 3 Display- bzw. Videoanzeigen auf einer Website platziert werden. Als Grundregel gilt, je mehr qualitative Inhalte die Seite bietet, desto mehr Werbung wird vom Leser akzeptiert. 

Bildanzeigen oder Banner fallen dem Besucher eher auf und bringen eine deutlich höhere Vergütung. Diese werden jedoch seltener geklickt und passen am ehesten in die Sidebar oder den Kopfbereich. Anzeigen mit Textlinks werden weitaus öfter geklickt und eignen sich für die Einbindung in den Artikelbereich.

Layout der Anzeigen anpassen

Das Layout und die Farbe der Links können komplett an die Website angepasst werden, was auch als Blending bezeichnet wird. Das Gegenteil wäre dann, die Anzeigen sehr auffällig zu gestalten, um so mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Meiner Meinung nach sollte sich das Layout der Werbung aber in die Website einfügen, um Leser damit nicht zu erschlagen.

AdSense Anzeigen optimieren

Das Layout der AdSense Anzeigen kann individuell angepasst werden

Ich würde dazu raten, keine Rahmen für die Anzeigen zu verwenden und die Farben sowie auch das Format der Anzeigenblöcke von Zeit zu Zeit anzupassen. Viele Stammleser haben sich an die Farbgebung und das Layout der Anzeigen schon gewöhnt und nehmen diese nicht mehr wahr (Bannerblindheit).

Werbung muss nach deutschem Recht entsprechend gekennzeichnet werden und auch Google mag keine Täuschungsversuche bzw. ungewollte Klicks. Google AdSense gibt diesen Hinweis jedoch von Hause aus, so dass keine zusätzliche Kennzeichnung nötig und auch nicht empfehlenswert ist.

Positionierung der Anzeigen

Nur die Anzeigen, die auch gut sichtbar sind, werden geklickt und verdienen letztendlich Geld. Da sich 99% der Besucher wegen Artikeln auf Webseiten aufhalten, sind Anzeigenblöcke dort am effektivsten. Wenn Werbung direkt im Blickfeld der Leser platziert wird (z.B. in der Mitte oder unter der Überschrift eines Artikels), dann sind die meisten Klicks garantiert.

Aber dort fühlen sich Leser auch am meisten gestört und es besteht die Gefahr, dass diese nicht wiederkommen. Ich würde dazu tendieren, maximal einen Link-Block oder eine Textanzeige direkt in den Artikel einzufügen. Zusätzlich sind Textlinks über den Kommentaren noch eine gute Position. Banner oder andere Rich-Media-Anzeigen passen sich am besten in den Header oder die Sidebar ein. 

AdSense Positionierung

Googles Vorschläge für mögliche Positionierungen der Anzeigenblöcke

Relevanz der Anzeigen

Anzeigen sollten relevant für den Inhalt der Website sein. Google leistet eigentlich schon sehr gute Arbeit, indem die Inhalte der Website nach Keywords gescannt werden und den meisten Besuchern, aufgrund von Cookies personalisierte Werbung angezeigt wird. Um Google mitzuteilen, in welchem Teil unserer Website nach Keywords gesucht werden soll, kann dieser Bereich durch die Tags <!– google_ad_section_start –> und <!– google_ad_section_end –> eingegrenzt werden (z.B. um Footer und Sidebar auszugrenzen).

Zusätzlich können im AdSense Account, Anzeigen ganz gezielt blockiert und zugelassen werden. Besonders sogenannte sensible Kategorien wie Pornografie oder Glücksspiel können (und sollten wohl auch für die meisten Webseiten) ausgeschlossen werden. Umso zielgerichteter die Anzeigen sind, umso weniger werden diese als Werbung empfunden.

Klickpreis pro Anzeige beeinflussen

Der CPC (Cost per Click) bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage der Werbekunden. Dieser hängt von den beworbenen Keywords ab, kann jedoch auch durch einige Einstellungen optimiert werden. Um die aktuellen Klickpreise und beworbenen Keywords für deine Werbeanzeigen herauszufinden, eignet sich die Browser-Extension Google Publisher Toolbar für Google Chrome. Wer kein Freund von Chrome ist, kann auch den browserunabhängigen Klickpreisdetektor nutzen, der allerdings weitaus weniger Infos preisgibt.

Nachdem du die CPCs für bestehende Werbung ermittelt hast, kannst du zwei Sachen machen. Erstens, Werbekunden mit geringen Klickpreisen blockieren, was sehr bequem über die Google Publisher Toolbar funktioniert. Zweitens, dich auf Keywords mit höheren CPCs konzentrieren. Um die gut bezahlten Keywords zu finden und Inhalte darauf auszurichten, gibt es u.a. das kostenlose Google AdWords Keywords Tool und für Fortgeschrittene den Market Samurai.

Testen, testen und weiter testen

Alle angesprochenen Hinweise nützen nichts, wenn der Einsatz der AdSense Anzeigen nicht ausgiebig getestet wird. Sowohl Typ, Layout und Positionierung der Anzeigeblöcke muss je nach Website individuell angepasst werden. Es empfiehlt sich, benutzerdefinierte Channels für Anzeigengruppen anzulegen, durch die nicht nur gezielte Kanäle für Kunden erstellt werden können, sondern auch um den Erfolg bestimmter Anzeigenformate und -positionen zu kontrollieren.

Auch zum Testen und Wechseln zwischen verschiedenen Anzeigenformaten bieten sich die benutzerdefinierten Channels an. Zur Optimierung solltest du in regelmäßigen Abständen ausprobieren, optimieren und letztendlich die beste Balance zwischen angemessenen Einnahmen und einer nicht zu überladenen Website finden.

Weiterführende Hinweise mit einer Übersicht zur Optimierung der AdSense Einnahmen, gibt Peer Wandiger bei Selbständig im Netz. Einen sehr ausführlichen Artikel mit super Hinweisen gibt auch der zweidoteins Blog. Um dich mit AdSense vertraut zu machen, lohnt sich definitiv auch ein Blick in die zahlreichen Informationen, die direkt von Google AdSense angeboten werden.

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  • Serhat 3. Juni 2013

    Hi..erst ma danke für die gute Information..:)
    Ich möchte mit Google geld verdienen..aber ich blicke da nicht richtig durch..
    Um mich bei google adsense anzumelden brauche ich einen Blog..? Wie richte ich sowas ein? da steht
    (Bitte geben Sie nur Ihre primäre Website oder URL wie example.com ein, selbst wenn Sie über mehrere Websites, Domains oder mobile Webseiten verfügen.)
    ich blicke nicht richtig durch..kannst du mir vielleicht weiter helfen ?

    lg

    • Sebastian Kühn 4. Juni 2013

      Hi Serhat,
      danke für dein Interesse. Ein paar grundlegende Sachen:

      1. Du musst die Werbung (also diese kleinen Anzeigenbilder oder Text) auf einer Website oder einem Blog einbauen.
      2. Du verdienst damit nur Geld, wenn du auch genügend Besucher auf deiner Seite hast (mind. 10.000)
      3. Du brauchst schon etwas Ausdauer um einen Blog zu entwickeln mit dem du wirklich Geld verdienst. Überlege dir also ein Thema, das für andere Leute aber auch für dich interessant ist.

      Wenn du spezielle Fragen hast, dann immer her damit und ich versuche dir zu helfen. Bitte denke dran, dass du mit Google Werbung kein schnelles Geld verdienen kannst. LG, Sebastian

      • Thorsten Kraft 7. Oktober 2013

        Hallo Sebastian,
        danke für deinen hilfreichen und ausführlichen Artikel. Zur Besucherzahl (mind. 10.000): Bezieht sich das auf die Besucherzahl pro Monat? Diese Marke ist ja für eine kleine Website nicht so ohne weiteres zu erreichen. Oder spielen auch die Seitenaufrufe eine Rolle?

        Grüße
        Thorsten

        • Sebastian Kühn 8. Oktober 2013

          Hallo Thorsten,
          ja, das bezieht sich auf 10.000 Besucher im Monat. Du bekommst zwar für Werbung auch eine kleine Vergütung “pro 1.000″ Seitenaufrufe”, die lohnt aber wirklich erst bei sehr großen Seiten. Das eigentlich Einkommen wird durch die Klicks auf die Anzeigen generiert und dafür braucht es schon eine gewisse Grundsubstanz an Besuchern.
          Ich bin kein großer Fan von Werbeanzeigen und denke das es besonders für die kleine Blogs viel bessere Einnahmemöglichkeiten gibt, z.B. Affiliate Marketing, Linkverkauf, Artikelmarketing …
          Beste Grüße,
          Sebastian

  • Markus 23. Juli 2013

    Bei mir ist diesen Monat auch endlich die erste Zahlung angekommen. Juhuuu 🙂 Habe eine kleine Nischenseite aufgebaut und das Thema der Site hat stetige Suchanfragen. Immer dran bleiben kann ich nur sagen! 🙂

    Gruss
    Markus

  • Thomas 16. April 2014

    Ich stehe mit meiner Seite noch am Anfang, aber bin schon auf die ersten Erfahrungen mit Adsense gespannt. Gibt es eigentlich für mobile Geräte Dinge, die ich beachten soll, damit die Einnahmen aus dieser wachsenden Zielgruppe auch wachsen? Danke!

    • Sebastian Kühn 16. April 2014

      Für die mobile Website gibt es von AdSense “responsive Ads”. Wenn du eine responsive Website hast, dann solltest du diese Art der Anzeigen einbinden. Je nach Bildschirmgröße passen sich die Anzeigen an. Ansonsten wäre es sicher sinnvoll dieser großen Zielgruppe (bei mir macht es fast 30% des Traffics aus) mehr Beachtung zu schenken, habe mich jedoch bisher noch nicht viel damit beschäftigt. Vielleicht kannst du später von deinen Erfahrungen berichten.
      LG, Sebastian

  • Lauri 14. August 2014

    hallo schönen guten Tag,
    ich habe mir jetzt soweit ein AsSense Konto eingerichtet und habe jetzt diesen AdSense Anzeigencode.
    So aber wie füge ich jetzt diesen Code in mein You Tube Video ein?
    Hoffe das mir jemand weiter helfen kann.
    L.G L.Jeffke

  • hannes 15. Juni 2015

    Habe auch schon länger AdSende eingebaut bekomme nur ein paar € mit ca 8000 Aufrufe
    eis dauert schon lange

  • Pascal 1. Oktober 2015

    Kurz und knackig 🙂

    Vor allem Anzeigen mit billigen CPC blockieren ftw!

    Gruß