Wie du passives Einkommen mit einer 4 Stunden Woche verdienen kannst

Passives Einkommen mit 4 Stunden WocheNur einen Monat hart arbeiten und dann lebenslang ein wiederkehrendes Einkommen verdienen, während man in der Zwischenzeit einen Cocktail auf seiner Jacht im Hafen von Monaco genießt? Das hört sich gar nicht so schlecht an, oder? Aber mal im Ernst, ich frage mich immer, wer auf diese Bauernfängerei überhaupt reinfällt.

Unser gesunde Menschenverstand sollte uns vor solchen Aufrufen warnen. Die Überschrift dieses Artikels habe ich absichtlich etwas provokativ gestaltet, da ich es durchaus für machbar halte, es jedoch nicht ohne harte Arbeit funktionieren kann. Viele Beispiele zeigen, dass es möglich ist, langfristig ein passives Einkommen zu verdienen. Dazu ist aber eine gute Strategie und eine hohe anfängliche Zeitinvestition nötig. In diesem Beitrag möchte ich die Mythen der 4 Stunden Woche und des passiven Einkommens im Internet diskutieren, sowie Wege aufzeigen, mit denen es potenziell möglich ist, beide Ziele zu erreichen.

Die “4 Stunden Woche” und “Passives Einkommen im Internet”

Tim Ferris: "Die 4-Stunden Woche"Dieser Titel spielt natürlich auf Tim Ferris’ Buch “Die 4 Stunden Woche” an. Wenn du von diesem Buch noch nichts gehört hast, dann lohnt sich ein Blick in die Buchrezension. Wenn du die 4 stunden Woche bereits gelesen hast, dann weißt du, dass es sich um ein stark vereinfachtes Modell, zur Generierung von passivem Einkommen handelt. Die 4 Stunden sind nicht wortwörtlich zu nehmen, sondern spiegeln eher einen Lifestyle wieder, bei dem eine erhöhte Produktivität bei geringerem Zeitaufwand erreicht wird.

Passives Einkommen im Internet verdienenPassives Einkommen sind im Grunde wiederkehrende Einkünfte, für die keine Zeit aufgebracht werden muss. Anders als beim aktiven Einkommen, tauschen wir also nicht Zeiteinheit gegen Geldeinheit. Beim passiven Einkommen im Internet ist besonders zu Beginn eine hohe Zeitinvestition nötig, um den Grundstein für spätere Einkünfte zu legen. In einem Beitrag habe ich die Unterschiede und Besonderheiten von aktivem vs. passivem Einkommen ausführlich erklärt.

Ohne Plattform kein (langfristiges) passives Einkommen

Es gibt hunderte Möglichkeiten, mit denen Geld im Internet verdient werden kann. Die Basis für die Vermarktung von Produkten oder Services ist in den meisten Fällen ein Publikum, zu dem ein Vertrauensverhältnis entsteht. Dieses Vertrauen entsteht durch das Angebot an kostenlosen Informationen, die für deine Zielgruppe nützlich sind. Quasi eine Vorableistung, bevor das aufgebaute Vertrauen monetarisiert werden kann. 

Für manche mag das vielleicht etwas kaltblütig klingen. Wenn du aber über einen langen Zeitraum wertvolle Informationen anbietest, werden Leser dies schätzen und später auch bereitwillig für qualitative Leistungen bezahlen. Ohne diese anfängliche Zeitinvestition wird es jedoch schwer, ein langfristiges, passives Einkommen zu verdienen.

Die 4 Stunden Woche ist daher keine Utopie, benötigt aber zunächst Monate oder gar Jahre, um zur Realität zu werden. Wenn die Vermarktungsmaschine erst einmal anrollt und der Verkauf automatisiert ist, dann können tatsächlich wenige Stunden in der Woche, zur Aufrechterhaltung des Einkommens und für Verwaltungsaufgaben, ausreichen.

Mit diesen Methoden kannst du ein passives Einkommen verdienen

Wenn eine Plattform mit ausreichender Leserschaft (Followern, E-Mail Abonnenten, Stammlesern) aufgebaut ist, gibt es verschiedene Taktiken, um durch angebotene Leistungen, ein passives Einkommen zu generieren. Hier eine unvollständige Liste mit einigen Ideen:

So funktioniert Affiliate Marketing

Affiliate Marketing – nur eine von vielen Möglichkeiten, um passives Einkommen im Internet zu verdienen

  • Artikel schreiben für “Revenue Sharing Sites”, bei denen du an zukünftigen Werbeeinnahmen beteiligt wirst (mehr Infos hier…)
  • Über Internet Werbung in einem gut besuchten Blog Geld verdienen (mehr Infos hier…)
  • Affiliate Marketing für fremde Produkte betreiben, indem diese vorgestellt, getestet und beworben werden (mehr Infos hier…)
  • Reports oder eBooks (z.B. mit deinen besten Blogposts) in deiner Nische veröffentlichen und auf der eigenen Website, über eBook-Anbieter oder Affiliates verkaufen
  • E-Mail- oder Video-Kurse anbieten, die Anleitungen zu einem bestimmten Thema geben
  • Gebührenpflichtige Newsletter verschicken, die zusätzliche Informationen enthalten, einmal im Monat versenden
  • Trainingsvideos als DVD produzieren und auf dem Postweg versenden oder auf einer passwortgeschützten Seite zur Verfügung stellen
  • Webinare erstellen, die Schulungen oder Seminare in Videoform bieten und diese als Aufzeichnungen kostenpflichtig zur Verfügung stellen
  • Eine Membership-Site aufbauen, auf der, gegen eine monatliche Gebühr, Trainingsmaterialien, hilfreiche Inhalte und Diskussionen enthalten sind
  • WordPress-Plugins, -Themes oder andere Software, die in deiner Industrie benötigt werden, mit Hilfe von Programmierern (Freelancer von Elance oder oDesk), erstellen
  • Physische Produkte online verkaufen, welche von Drittanbietern produziert, verpackt, geliefert und abgewickelt werden

Anmerkung: Es gibt sicherlich auch die Möglichkeit, ein passives Einkommen zu erzeugen, ohne eine große Leserschaft zu besitzen. Dies gilt beispielsweise für Nischenseiten, die es auf die erste Seite von Google schaffen, oder für Google AdWords Strategien. Diese Methoden sorgen aber garantiert nicht für ein langfristiges, stetiges Einkommen aus dem Internet.

Es wird nicht immer erst eine Plattform benötigt, um Geld im Internet zu verdienen. Wenn du nicht so lange warten kannst oder willst, gibt es andere Methoden wie dem Geld verdienen als Texter, der Arbeit als Freelancer oder dem Vertrieb von Produkten oder Services über Affiliates oder andere Partner-Seiten. 

Für ein passives Einkommen muss jedoch, meiner Meinung nach, zuerst ein Fundament aufgebaut werden, das in der Zukunft monetarisiert werden kann. Als Plattform bieten sich verschiedene Medien an, wobei der Blog für den Einsteig wohl das einfachste ist. Später kann dieser durch einen Podcast, Videos auf YouTube und einer Präsenz in sozialen Netzwerken verstärkt werden.

Dieser Beitrag sollte lediglich einige Anregungen für die Generierung von passivem Einkommen geben, die in kommenden Artikeln noch ausführlicher diskutiert werden. Auch wenn die berühmte “4 Stunden Woche” oft Kopfschütteln verursacht, bin ich fest davon überzeugt, dass diese verwirklicht werden kann, auch wenn auf dem Weg dorthin einige Anstrengungen notwendig sind.

Was ist deine Meinung zu passivem Einkommen? Hast du noch weitere Tipps oder Erfahrungen, die zu diesem Artikel beitragen könnten? Ich bin mir bewusst darüber, dass die “4 Stunden Woche” sehr kritisch betrachtet wird und würde mich daher über Meinungen freuen. Danke und alles Gute für dein Internet Business!

{ 15 Kommentare… add one }

  • Simone Happel 14. Februar 2013

    Ich glaube, dass selbst ein Tim Ferriss mehr als vier Stunden pro Woche arbeitet. Er hat – genau wie du ;) – einen überspitzten Titel für sein Buch gewählt.

    Was mich häufig an den Diskussionen zum Thema Passives Einkommen stört, ist die Herangehensweise. Es ist der Ansatz: “Wie kann ich möglichst schnell möglichst viel Geld verdienen?” Ich finde es besser, erst mal etwas zu finden, was man leidenschaftlich gerne tut, denn dann ist die “Vorarbeit” des “Know-Like-Trust-Faktors” keine Arbeit, sondern Erfüllung. Aus diesem Projekt dann ein Business zu machen, mit dem ich Passives Einkommen erzielen kann, ist für mich erst der zweite Schritt.

    Tim Ferriss hat in seinem Buch vorhandenes Wissen – wie z. B. das Pareto-Prinzip oder das Parkinsonsche Gesetz – geschickt auf die heutigen technischen Möglichkeiten übertragen. Und außerdem regt er einige in meinen Augen sehr sinnvolle Dinge an: Z. B. Gönne dir “kleine Rentenzeiten” vor der eigentlichen Rente etc. Dabei geht es eher um die Darstellung eines bestimmten Lifestyles, der heute mehr denn je für jeden möglich ist, der sich traut konventionelle Wege zu verlassen.

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    • Sebastian Kühn 14. Februar 2013

      Hallo Simone,
      vielen Dank für den Beitrag und die weiteren Ausführungen zu Tim Ferris. Absolut richtig, dass es nicht um die 4 Stunden an sich geht, sondern um den Lifestyle der sich dahinter verbirgt. Ich mag vor allem das Prinzip des “Lebe jetzt und gönne dir Auszeiten, bevor du das Rentenalter erreicht hast”.
      Ich gebe dir auch Recht, wenn es darum geht, dass dieser Lifestyle auf einer persönlichen Leidenschaft beruhen sollte. Wenn man etwas gefunden hat, das einen erfüllt, ist es sicher auch nicht ganz so harte Arbeit. Nur haben viele Leute nicht die finanzielle Freiheit, um sich monatelang ihrer Leidenschaft hinzugeben, ohne ein Einkommen vor Augen zu haben. Auch wenn es nur das sekundäre Ziel ist, denke ich, dass man sich darüber bewusst sein sollte, wie langfristig Geld verdient wird. Wie du schon sagst ist es für jeden möglich den konventionellen Weg zu verlassen, dennoch sollte das nicht blauäugig angegangen werden.
      Übrigens ein großes Kompliment für deinen Lifestyle Blog. Mir gefallen die Inhalte echt gut und ich werde jetzt sicher öfter mal vorbeischauen.

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  • Jan 22. März 2013

    Hallo Sebastian,

    eine sehr schöne Übersicht hast du da zum Thema passives Einkommen zusammengetragen. Ich denke ebenfalls, dass es weniger um die vier Stunden per se geht als um das Prinzip. Und das Prinzip des passiven EInkommens ist genial. Ich bin selbst noch dabei mein passives Einkommen aufzubauen und danke dir daher für deine hilfreichen Tipps auf diesen Seiten.

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  • Tom 23. Juli 2013

    Das Buch kenne ich noch nicht, werde mir es mal zulegen, hört sich gut an.

    Ansonsten ein sehr schöner Bericht, hat mich ein wenig an meine Anfangszeit im Web vor vielen Jahren erinnert. Ja, passives Einkommen, das ist das was ich auch immer wollte!

    Im Laufe der Jahre habe ich dann Blogs und Websites auf den Weg gebracht, alle mehr oder weniger mit Affiliates, Adsense etc., teilweise erfolgreich, teilweise auch nicht.

    Ja, da kommt schon etwas bei rum, ich rede von ein paar Hundert Euro. Aber die Arbeit dahinter, oooh Mann, da darf man sich den Stundenlohn gar nicht ausrechnen.

    Doch das eigentliche Problem: Selbst wenn du etwas Tolles nach vielen, vielen Stunden geschaffen hast, bis du längst nicht auf der sicheren Seite. Denn wenn deine Idee gut war, wirst du im Web auch ganz schnell überholt von Leuten die besser sind oder mehr Geld in die Bewerbung Ihres Projektes stecken als Du.

    Nächstes Problem: Ein gutes Google-Ranking kannst du auch sehr schnell wieder verlieren, wenn du nicht regelmäßig in Sachen SEO dabei bist. Mal ganz davon abgehen von den google Updates (Panda etc.) was einigen Websites Tausende von Besuchern gekostet hat. Wer hier auf passives Einkommen gebaut hat, hat nach so einem Update auf Sand gebaut….

    Und deine Stammleser in Blogs hast du auch ganz schnell verloren, wenn du nicht regelmäßig mit gleichbleibender Qualität ablieferst, denn der nächste Blog ist ja nur einen Klick entfernt. Und hochwertigen Content zu erstellen kostet auch viel Zeit.

    Mein persönliches Fazit: Passives Einkommen im Internet ist sicherlich zu erreichen, allerdings bedarf es einer lebenslangen Pflege voll mit Optimierungen und Kundenpflege und hochwertigen Artikeln in Blogs. Passives Einkommen ist es sicher nicht, denn man muss lebenslang am Ball bleiben und nachlegen. Und dann wirst du doch vom Wettbewerb oder einem Google-Update überholt und dann liegst du da auf deiner Jacht im Hafen von Monaco und plötzlich gibt es kein Geld mehr…

    Ich hab für mich entscheiden, dass mir das alles zu wackelig ist, fast alles auf Null gefahren und mich dann nach Alternativen umgesehen in Sachen passivem Einkommen.

    Dann habe ich etwas durch einen Freund kennengelernt was mich völlig aus den Socken gehauen hat, weil es genau das war, was ich gesucht hatte:

    Network-Marketing (oder auch Muli-Level-Marketing)

    Bei youtube gibt es einen schönen 2 Minten Film darüber

    http://www.youtube.com/watch?v=Q_-3MoAIXnc&NR=1

    und heute, nach 2 Jahren Network-Geschäft, würde ich einiges dafür geben, wenn ich diese Möglichkeiten des Geld verdienen früher kennengelernt hätte weil es für mich keine Alternativen dazu gibt, wenn wir über wirklich passives Einkommen reden.

    Viele Grüße, Tom

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  • Heiner 31. Dezember 2013

    Das beste passive Einkommen ist noch immer Hartz IV. Es gibt keinerlei Risiko und man muss wirklich nichts dafür tun.

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  • Steffi 5. Juni 2014

    Mal eine Frage, muss man für diese Arten von Einkommen ein Gewerbe anmelden und Steuern zahlen??

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  • Björn 4. August 2014

    Sehr guter Artikel der kurz und gut zusammenfasst was passives Einkommen ist und welche Möglichkeiten man dafür hat.

    Ich finde es auch gut das mal erwähnt wird, dass es kein absolutes passives Einkommen ist, sondern man schon etwas dafür tun muss. Aber man macht es ja dann für sich, um sein Einkommen zu steigern.

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  • Lutz 23. September 2014

    Das Buch kenne ich natürlich auch und es hat mein Leben verändert.
    Schade, dass so viele es missverstehen und denken, dass sie einfach nur noch 4 Stunden arbeiten brauchen. Dabei schenkt einem dieses Buch so viel mehr als jeder Wirtschaftsschinken es jemals könnte.

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  • Jan 29. Oktober 2014

    Wenn es um die Generierung von passiven Nebeneinkommen geht kann ich nur jedem das “Millionaire Mind Intensiv” von T. Harv Eker empfehlen. Mir hat es so sehr geholfen, ich habe mein Business inzwischen verdreifacht.

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  • Oliver Lorenz 9. September 2015

    Ich finde die Königklasse im passiven Einkommen Online ist der Verkauf von hilfreichen Infoprodukten beispielsweise Videokurse, Ebooks und Hörbücher.

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  • Stefan 30. November 2015

    Passives Einkommen heißt nicht schnell reich zu werden, sondern regelmäßig Geld für eine Leistung beziehen die man einmal getan hat. Es gibt im Internet sehr viele Möglichkeiten sich ein passives Einkommen aufzubauen.

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  • Oliver 9. Januar 2016

    Man darf nicht vergessen, dass am Anfang ein hoher Invest an Leistung erforderlich ist. Das rückt auch die 4-Stunden-Arbeitswoche von Ferris wieder ins rechte Licht, denke ich.

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  • David 7. April 2016

    Ich glaube das viele Menschen die sich für passives Einkommen interessieren, das eher mit “nix arbeiten-viel verdienen” verwechseln. Es gehört einiges an Ansterngung dazu sich ein passives Einkommen “aufzubauen”, d.h. erst säen dann ernten. Kann man übrigens auch bei den großen schön abschauen, dort heisst passives Einkommen nicht “ich lieg rum und bekomme dafür Geld” sondern ich tausche nicht zeit gegen Geld und bin damit in meinen Möglichkeiten eingeschränkt.

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  • Michael 7. Mai 2016

    Hallo
    Ein Passives Einkommen zu generieren funktioniert nicht von heute auf Morgen,man muss schon ein wenig Zeit investieren um ein Passives einkommen auf Dauer zu erielen.

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