So hilft Social Media deinem Blog wirklich weiter

Social MediaSocial Media ist in aller Munde und das nicht erst seit diesem Jahr. Viele sprechen von dem riesigen Potenzial für Blogbetreiber, andere sehen die sozialen Medien in Deutschland auf dem absteigenden Ast. Eines ist Fakt: Deine Zielgruppe ist garantiert auf einigen der vielen Social Media Seiten unterwegs.

Zur richtigen Nutzung von Social Media gibt es wohl kein Geheimrezept. Unterschiedliche Branchen und Konzepte fordern einfach auch spezielle Strategien. In diesem Beitrag möchte ich dennoch einige allgemeine Ideen geben, die für jeden Einsatzzweck nützlich sind.

Solltest du noch nicht davon überzeugt sein, dass Social Media deinem Business weiterhelfen kann, dann hier einige Fakten von SocialMediaStatistiken.de (Übrigens eine tolle, gut recherchierte Quelle mit Fakten zu Social Media Seiten).

  • Facebook hat weltweit 1 Milliarde aktive Nutzer und immerhin 13 Millionen Deutsche sind Fans von mindestens einer Marke 
  • Alle 60 Sekunden werden mehr als  350.000 Tweets verschickt und 320 neue Profile bei Twitter registriert
  • Auf YouTube werden pro Minute 1,3 Millionen Videos angeschaut und 30 Stunden an Videomaterial hochgeladen
  • Xing hat 6 Millionen Profile und auf LinkedIn gibt es allein in Deutschland über 12.000 Gruppen
  • Der Google+ Button wird täglich 5 Millionen geklickt und auf Instagram werden jede Minute über 80.000 Bilder gepostet (Quelle: iStrategyLabs)
  • Alle 60 Sekunden werden 2 Millionen Suchanfragen bei Google gestellt, 204 Millionen E-Mails versendet und 6 neue Wikipedia Einträge angelegt
  • Die Anzahl der Blogs hat sich alleine in den letzten 5 Jahren verfünfacht

Wow! Hoffentlich konnten dich diese Zahlen von der extremen Reichweite von Social Media überzeugen. Auch wenn sich ein Großteil der Daten auf die weltweite Nutzung bezieht und Deutschland dabei sicher etwas kürzer tritt, sollten die Zahlen Grund genug sein, um das Potenzial der Netzwerke Ernst zu nehmen.

Die Social Media Plattform Strategie

Zunächst einmal ganz kurz zum Begriff Social Media, für den die Abgrenzung oft unklar ist. Social Media umfasst alle Inhalte, die von Nutzern erstellt wurden, öffentlich zugänglich sind und mit Hilfe von Anwendungen, einfach geteilt werden können. Das können neben den sozialen Netzwerken auch Blogs, Multimedia-Sharing Seiten, Social Bookmarking Services, Foren oder andere Nutzergemeinschaften (Wikipedia, Bewertungsportale, o.ä.) sein.

Andrang auf Social Media Seiten

Andrang auf Social Media Seiten – sicher sind auch deine Leser bzw. Käufer dabei.

Eine ganze Menge Seiten also, auf denen wir mit unseren Lesern bzw. Käufern Kontakt herstellen können. Nun kommt es darauf an, die passenden Plattformen auszuwählen und eine kluge Form der Kommunikation zu wählen. Die absolute Grundlage für das Engagement auf Social Media Seiten ist ein bestehender Blog oder eine Website. Das ist der Ausgangspunkt aller Aktivitäten, sozusagen deine Basis zur Schaffung einer weitreichenden Plattform.

Die ausgewählten Social Media Portale können als Botschaften gesehen werden, die stellvertretend für die Basis arbeiten und diese unterstützen. Damit deine Botschaften Erfolg haben, muss zunächst die Basis, also der Blog, einen guten Eindruck hinterlassen. Denn: Social Media kann nicht die Grundlage für den Erfolg beim Blogging sein, sondern lediglich zur Unterstützung dienen. In den folgenden 5 Schritten zeige ich dir, wie du Social Media für deinen Blog optimal nutzen kannst.

1. Die Basis in Ordnung bringen

Deine Basis ist der Blog und hier solltest du dich von deiner besten Seite zeigen. Alle Social Media Aktivitäten führen hierher zurück und sind dein absolutes Aushängeschild. Du solltest also etwas anzubieten haben, ganz egal ob das hochwertige Artikel, Produkte, ein Webinar oder ähnliches ist.

Behandle deine Basis so, als wenn du Freunde zu dir nach Hause einlädst. Sorge dafür, dass sie sich wohl fühlen und lange bleiben. Nur wenn es den Besuchern gefallen hat, werden sie auch wiederkommen. Um das Teilen deiner Inhalte zu ermöglichen, sollte dein Blog auch unbedingt Social Media Buttons haben. Die kannst du über Plugins oder die Original-Buttons der Netzwerke einfügen.

2. Die passenden Botschaften auswählen

Wikipedia listet derzeit weit über 100 Netzwerke auf, die längst nicht die gesamte Social Media Landschaft abdecken. Besonders wenn du einen Blog in einer Nische betreibst, sind eher kleinere, regionale oder thematische Netzwerke angebracht. Die Allgemeinheit kommt jedoch um eine Präsenz bei Facebook, Twitter oder Google+ nicht herum.

Ob du nun eine Botschaft auf allen großen Plattformen einrichtest und noch Video, Foto oder Podcast hinzufügst, hängt von deinem Blog ab. Ganz klar ist, dass sich deine Reichweite erhöht, wenn du in möglichst vielen Netzwerken aktiv bist. Nicht alle Leser sind auf Facebook aktiv und manche bevorzugen vielleicht Podcasts, anstelle von Artikeln. Indem unterschiedliche Medien wie Video, Audio oder Fotos angeboten werden, kannst du neue Nutzer ansprechen und für dich gewinnen.

Bevor die ersten Profile erstellt werden, solltest du dir Gedanken über ein einheitliches Branding machen. Dein gewähltes Profilbild, das Logo und die Beschreibung sollten wiedererkennbar sein und mit deinem Blog im Zusammenhang stehen. Wie bereits gesagt, soll es das Ziel sein, alle Botschaften mit deiner Zentrale zu vernetzen, um Besucher auf den Blog zu locken.

Social Media Plattform Strategie

Alle Social Media Aktivitäten in den “Botschaften” sind mit der “Zentrale” vernetzt und sorgen für eine größere Reichweite und mehr Autorität. So baust du dir eine Plattform für deinen Blog.

3. Mehrwerte schaffen, nicht spammen

Es geht in sozialen Netzwerken und anderen Portalen nicht um dich! Es geht darum, einen Nutzen hinzufügen, sich mit anderen Leuten auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen. Die Idee von Social Media besteht darin, einen gemeinschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Das kann nicht genug betont werden und sollte uns immer im Hinterkopf bleiben.

Es sollte nichts gepostet, geteilt oder geliked werden, nur um “irgendwie aktiv” zu sein. Wenn du Social Media erfolgreich einsetzen willst, konzentriere dich auf andere Nutzer und fremde Inhalte, anstatt nur Eigenwerbung zu betreiben, denn das will keiner sehen und wird dir langfristig keine Freunde bringen. Versuche fremde zu eigenen Artikeln in einem Verhältnis von mindestens 5:1 zu posten.

Zur Erleichterung der Arbeit gibt es ein Vielzahl an Tools, die zur Automatisierung und Vereinfachung verwendet werden können (einige fantastische Anwendungen findest du in meinem eBook). Aber Vorsicht bei der ganzen Automatisierung. Nicht nur Facebook, Google & Co erkennen, dass die Updates automatisiert sind, sondern auch andere Nutzer werden die übermäßige Anwendung nicht honorieren.

4. Persönliche Beziehungen aufbauen

Wie im wahren Leben, können auch in der Social Media Sphäre Freundschaften geschlossen werden. Ja, das sollte sogar dein Ziel sein. Das bedeutet nicht, dass zum Stalker werden musst, aber beispielsweise mit erfolgreichen Bloggern in deiner Branche Kontakt aufnehmen kannst. Wenn dieser deine ehrlichen Absichten erkennt, kann daraus eine langfristige Freundschaft werden, die beiden Seiten etwas nützt.

Auch wenn letztendlich nicht aus allen digitalen Verbindungen echte Freundschaften werden, kann man sich zumindest im Netz gegenseitig helfen. Organisiere deine Social Media Kontakte am besten durch Listen auf Twitter, Kreisen auf Google+ oder spezielle Gruppen in deiner E-Mail Liste, um mit besonders engagierten Leuten, im ständigen Kontakt zu bleiben.

5. Autorität in der Branche erarbeiten

Autorität ist eines der Worte, das oft von Marketern und SEO-Experten genutzt wird. Es hat zweierlei Relevanz: Zum einen bewerten Suchmaschinen deine Seite nach eingehenden Links. Umso autoritärer, also gewichtiger, diese Links sind, umso besser ist das Ranking in den Suchergebnissen. Zum anderen ist damit die Reputation gemeint, die du in deiner Branche besitzt.

Zu Beginn kennt dich im Normalfall niemand und wird dir auch wenig Aufmerksamkeit oder gar Vertrauen schenken. Durch eine ständige Präsenz auf Social Media Seiten und durch hilfreiche Beiträge, kannst du dir jedoch schnell einen guten Ruf erarbeiten. Um zu einer Autorität in deiner Branche zu werden, denke über die Nutzung von Videos, Präsentationen, anderen Blogs und Foren nach. Aber Vorsicht, auch hier gilt: Es geht nicht um dich, sondern um die Gemeinschaft!

 

Und was nun …?

In den nächsten Beiträgen werde ich ganz gezielt auf Maßnahmen eingehen, die im Social Media Bereich angewendet werden können. Es gibt viele kleine Tipps und Hinweise, durch die das “netzwerken” mehr Spaß macht und erfolgreicher wird. Das hätte jedoch den Umfang dieses Artikels gesprengt.

Ich hoffe aber dennoch, dass ich in diesem Beitrag, meine Ideen zur Verwendung von Social Media für Blogger übermitteln konnte. Während des Schreibens bin auch ich in mich gegangen und mir ist bewusst geworden, dass ich Social Media nicht immer ganz bewusst nutze. Also, ich werde mich mehr an meine eigenen Ratschlägen halten und würde mich freuen, wenn du auch noch den ein oder anderen Hinweis, zum Umgang mit Social Media, für mich hast.

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